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Vortrieb DN 500 mit Rohreinzug DN 200

Berliner Bauweise
Berlin-Pankow, Burgwallstraße

Technischer Erläuterungsbericht


Das Siedlungsgebiet Blankenburg im Berliner Bezirk Pankow wird an das öffentliche Schmutzwassernetz angeschlossen.

Die Geologie
Das Bauvorhaben befindet sich im Übergangsbereich der Barnimhochfläche zum Panketal. Der Schichtenaufbau besteht hier im Allgemeinen im oberen Bereich aus Talsanden mit teilweise zwischengelagerten schluffigen und tonigen Schmelzwassersanden. Unter den Sanden stehen mächtige Geschiebemergelablagerungen der Grundmoräne an. Die Umfänglichen Baugrunduntersuchungen haben ergeben, dass sich das obere Grundwasser oberhalb der bindigen Böden bis zur Geländeoberkante anstaut.

Die Berliner Bauweise
Der Einbau der Schmutzwasserkanalisation erfolgt im ferngesteuerten, unterirdischen Rohrvortrieb. Bei dieser umweltschonenden Bauweise werden die Rohre von einer Startbaugrube aus bis zum Zielschacht gepresst, wobei der Boden gleichzeitig abgebaut und gefördert wird. Der Einbau der Hausanschlusskanäle erfolgt ebenfalls im unterirdischen Rohrvortrieb. Dabei werden alle Hausanschlusskanäle sternförmig an die Einsteigschächte herangeführt. Hierdurch können die Hausanschlüsse kostengünstig und schnell kontrolliert, gereinigt bzw. saniert werden. Dieses System wird seit Mitte der 80er Jahre als „Berliner Bauweise“ bezeichnet.

Diese „Berliner Bauweise“ mit dem Bauen ohne Graben hat viele Vorteile für die Umwelt, den Verkehr und die Anwohner der betroffenen Region. Denn eine Vortriebsbaustelle kommt ohne große Erdbewegungen aus, nur wenige Schächte genügen.
Über der Erde läuft alles wie gewohnt weiter:
  • keine Straßenaufbrüche, Absperrungen und Staus
  • kaum Erdbewegungen und Baustellenverkehr
  • Grundwasser-Absenkungen nur punktuell, geringe Umweltbelastung
  • geringe Belastung der Anwohner durch Schmutz und Lärm
  • sichere Kanalverlegung, dauerhaftes Bauwerk

Rohrvortrieb

  • System AVN 600 bei der ArbeitSystem AVN 600 im Einsatz
Bei dieser Baumaßnahme werden 1.525 m DN 500 Stahlbetonvortriebsrohre als Mantelrohr in geschlossener Bauweise (Mikrotunnelbau mit Spülförderung) eingebaut. In das Mantelrohr DN 500 Stb wird anschließend das Betriebsrohr DN 200 aus Steinzeug mit Hilfe von Gleitkufen eingezogen.
Bei den gegebenen Baugrund- und Grundwasserverhältnissen wird für das Mantelrohr DN 500 eine AVN 600 der Firma Herrenknecht mit Spülförderung eingesetzt. Der Bohrkopf der Maschine verfügt über ein direkt angetriebenes Abbauwerkzeug, welches den Boden vollflächig an der Ortsbrust löst. Das Abbauwerkzeug wurde entsprechend den schwierigen Bodenverhältnissen individuell mit unterschiedlichen Hartmetallwerkzeugen sowie einer Hochdruckbedüsung ausgestattet. Für diese Vortriebstechnik werden Pressschächte DN 3 200 Stb benötigt, die im Absenkverfahren eingebaut werden.
Sämtliche vortriebsrelevanten Daten werden während des Rohrvortriebes entsprechend den Vorgaben des ATV-Arbeitsblattes A 125 in einem Vortriebsprotokoll aufgezeichnet und dokumentiert.

Auftraggeber: Berliner Wasserbetriebe
Ausführende Firma: ARGE Burgwallstr. II
Techn. Geschäftsführung: Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG

 

 

 

 

  • Blick in einen PressschachtBlick in einen Pressschacht

 

  • Pressschlitten mit Bohrkopf, SpülfördertechnikPressschlitten mit Bohrkopf, Spülfördertechnik
  • Bohrkopf im Grundwasser, HerrenknechtBohrkopf im Grundwasser, Herrenknecht
  • VortriebsprotokollVortriebsprotokoll